Drohnen: Die Gartner Trends 2019 und die EW (Teil 5)

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Teil 5 der Sommerserie

Die fünf wichtigsten Trends in der Energiewirtschaft nach den Gartner TOP 10

  • Welche technologischen Trends werden 2019 noch interessant?
  • Was bedeuten diese Trends für die Energiewirtschaft?

Der IST-Stand

Anwendungen der Kategorie 2 existieren bisher nur als Konzeptstudien oder als Pilot- bzw. Proof of Concept Projekte. Grund hierfür ist eine noch unzureichende technische Entwicklung der kritischen Faktoren Reichweite und Nutzlast und somit eine zu geringe Wirtschaftlichkeit sowie rechtliche Einschränkungen.

Einsätze im Rahmen der ersten Kategorien sind teilweise bereits sehr gut etabliert (Film/Fotografie) oder zumindest ausgiebig erprobt und bereit für eine breite Integration (Instandhaltung). In der Energiewirtschaft kann aber, trotz prognostizierter hoher Einsparungspotentiale, noch nicht von einer großflächigen Anwendung gesprochen werde. Da einige Erprobungs-/Pilotprojekte, z. B. bei der Inspektion von Windkraftanlagen, bereits seit längerer Zeit laufen, gibt es auch immer bessere Erfahrungswerte.

Was muss mitgedacht werden?

  • Die technologischen Hürden sind im Bereich der zivilen Drohnentechnologie eher gering, da der momentane Entwicklungsstand bereits, besonders in Kategorie 1, einen sehr hohen Reifegrad darstellt.
  • Während die Wirtschaftlichkeit in Kategorie 1 in vielen Branchen außer Frage steht, ist dies für Anwendungen der zweiten Kategorie noch nicht gesichert. In welchen Szenarien genau die Nutzung von Drohnen herkömmlichen Logistikwegen überlegen ist, ist bisher unklar. Während dies z. B. bei autonomen Transportflugzeugen sehr wahrscheinlich scheint, sind bei Lieferungen an Endverbraucher die Erwartungen zwar hoch, ob diese sich aber, besonders mittelfristig, wirtschaftlich realisieren lassen bleibt fraglich.
  • Starke Regulierungen durch die EU lassen den wirtschaftlichen Einsatz von Drohnen allerdings schwieriger werden. So benötigen eine Vielzahl von Einsätzen Ausnahmegenehmigungen, die von den Behörden in Einzelfällen geprüft und genehmigt werden müssen. Dies betrifft im Speziellen auch die sog. „out-of-sight“ Verwendung, bei der der Pilot keinen Sichtkontakt zur Drohnen hat. Jedoch ist ein ständiger Sichtkontakt bei vielen Anwendungen schlicht nicht möglich, beispielsweise bei der Kontrolle von vielen Kilometern Hochspannungsleitungen.  

Unser Fazit

Wir gehen davon aus, dass Drohnen mittelfristig ein breite Anwendung finden werden, da sie hohe Einsparungspotentiale haben und Lösungen für aktuelle Herausforderungen bieten. Eine wachsende Anzahl von Dienstleistern macht es einzelnen Unternehmen der Energiewirtschaft bereits jetzt möglich, sich an die Spitze zukünftiger Entwicklungen zu stellen.

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