E-World 2019: Eine Stichprobe der Energiewerkbank

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Lösungen für eine nachhaltige Energiezukunft – unter diesem Leitthema startet die diesjährige E-World in Essen, die mit über 750 Austellern einen neuen Rekord erreicht hat. Dabei fokussiert sich die Branche auf digitale Ansätze und so sollen vor allem datengetriebene Lösungen helfen Städte smarter, Netze flexibler und Prosumer autarker zu machen. Das Team der Energiewerkbank war auf der E-World unterwegs und hat für Sie spannende Austeller zu den diesjährigen Trendthemen zusammengefasst:

Smart City alsGeschäftsfeld entdecken

Das Thema nimmt weiter Fahrt auf und so können Besucher sich auf der Messe einerseits darüber informieren, wie Energieversorger die Wertschöpfungsebenen von Sensorik über Infrastruktur der Datenkommunikation bis hin zur Betreuung des Backends bedienen können (u.a. bei ZENNER Connect). Andererseits zeigen Start-Ups, wie beispielsweise connctd, auf, wie eigene Anwendungsfälle in IoT Plattformen dargestellt und abgewickelt werden können. Wer nicht lange warten möchte und möglichst schnell mit einem Pilotprojekt starten möchte, kann darüber hinaus mit Hilfe des IOX LAB innerhalb von nur 30 Tagen einen Prototyp erstellen und mit ersten Use-Cases starten.

Flexibilität im Netzschaffen

Wie schon in den vergangenen Jahren, gibt es auch diesmal eine Vielzahl an Ideen von Start-Ups dazu wie Flexibilitäten im Netz besser erschlossen werden können. Das Start-Up KOENA tec möchte beispielsweise das Netz stabilisieren, indem es bereits existierende, endnutzerbediente Geräte, wie Industriekaffeemaschinen zu einem virtuellen Kraftwerk zusammenschließt und durch intelligentes Energiemanagement an die flexible Stromproduktion anpasst. Ähnliche Ansätze verfolgen im Mobilitätsbereich The Mobility House oder Parkstrom (in Kooperation mit Sensor-Technik Wiedemann). Für Energieversorger ergibt sich die Möglichkeit der Zusammenarbeit in Pilotprojekten, die den jungen Unternehmen als Proof of Concept dienen und den Versorgern die Möglichkeit bietet einfach und schnell Wissen aufzubauen.

Prosumer autarkermachen

Neben den zahlreichen Energie-Clouds und Communities wie beispielsweise der E.ON Solar Cloud oder der Viessmann ViShare Energy Community, zeigen Technologie- und Softwareunternehmen wie coneva, gridX, kiwigrid oder GridPocket Optionen auf, wie der Prosumer noch stärker mit Consumern und regionalen Unternehmen vernetzt werden kann. Mittels Gamification-Ansätzen werden die Anwendungen so gestaltet, dass das Thema Strom für den Kunden emotionaler wird. So integrieren die Anbieter, neben einer klassischen Verbrauchsvisualisierung, Spiele, Bonuspunkte und Rabatte für regionale Angebote. Die Anwendung soll auch für Consumer attraktiv werden. Ziel ist es, möglichst viel Traffic auf die Plattformen zu bekommen, um den Kunden stärker an den Energieversorger zu binden. Die meisten dieser Lösungen sind über ein Lizenzmodell im Design des Energieversorgers als White-Label Produkt umsetzbar.

Impression von der E-world 2019
Fotograf: Mike Henning

Fazit der Energiewerkbank

Auch wenn im Ausstellerbereich (besonders im Bereich e-World Innovation) auf den ersten Blick nur wenig neue Austeller im Vergleich zum Vorjahr dazugekommen sind, ist es spannend in Gesprächen zu erfahren wie und mit welchen Partnern sich die einzelnen Lösungen entwickeln und am Markt Fuß fassen. Junge Unternehmen und etablierte Player können gleichermaßen profitieren indem sie sich vernetzen, da zahlreiche Start-Ups auf der Suche nach Referenzkunden sind und große Unternehmen im Gegenzug von der Dynamik und dem Ideenreichtum der Innovationstreiber profitieren können.

Selina

Selina Groß: Die Innovationsmanagerin ist immer den neusten Technologietrends auf der Spur. Als Expertin für Geschäftsmodellentwicklung verliert Sie nie die Kundenperspektive aus den Augen.

Adam Wolf: Innovationsmanager bei der K.LAB und Energie-Ingenieur mit Querdenker-Mind-Set. Experte für Design Thinking, Customer Experience und Geschäftsmodellentwicklung.

Bildquellen:
https://www.e-world-essen.com/de

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