Lebenswerte Städte: Die Smart City Expo 2018 in Barcelona

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Auf der Suche nach innovativen Ansätzen aus dem Bereich Smart City besuchte unser Innovationsteam der K.LAB in diesem Jahr die Smart City Expo im lebendigen Barcelona (13.11.18 – 15.11.18). Mit über 800 Ausstellern, 146 anwesenden Ländern, über 700  Stadtvertretern und namenhaften Kongresssprechern, drehte sich die Messe um das Thema: Lebenswerte Städte. Zu den Fokusthemen Digital Transformation, Urban Environment, Mobility, Governance & Finanzen und Inclusive & Sharing Cities, positionierten sich die Messestände mit lebendigen Animationen, Simulationen und Showcases, um die Messebesucher zu beeindrucken.

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Das passende Messegebäude: Moderne Architektur der Fira Barcelona Gran Venue

Der Versuch eine ganze Messe zusammenzufassen:

Das Thema Smart City wird stets von dem Schlagwort Digitalisierung begleitet. Digitalisierung im Kontext eines Systems mit vielen Akteuren (wie z.B. Bürger, Verwaltungen, Dienstleister, Unternehmen, …) kann weiterhin durch den Begriff „Vernetzungsplattform“ ersetzt werden. Dieser Umstand wurde auf der SCE 2018 sichtbar, denn subjektiv 80% der Aussteller hatten eines gemeinsam: Eine Plattform. Ob Know-How-Plattform, Integrator-Plattform von Sensordaten, Plattform zur Definition von automatisierten Prozessschritten oder Kommunikationsplattform zum Austausch von Services – der Großteil der Aussteller fokussierte den Plattformgedanken in verschiedensten Ausprägungen. Auf diesen Plattformen wurden etliche Use-Cases dargestellt und beworben. Anhand von drei Beispielen möchte ich einen punktuellen Einblick geben.

Intelligenter Parkraum: Die Koryphäe smarter Cities wurde an der Messe in vielen unterschiedlichen Detailstufen vorgestellt. Dieser klassische Anwendungsfall zeigt schnell verständlich den möglichen Nutzen vernetzter und intelligenter Städte auf. Alles was notwendig ist sind viele Sensoren (präferiert vernetzt durch die Funktechnologien LoRaWAN, NBIoT oder Sigfox), eine Plattform, die die Sensordaten zusammenführt und auswertet und eine nutzenstiftende Informationsaufbereitung wie bspw. Eine App für Bürger, die über Parkraumverfügbarkeit informiert oder ein Dashboard für Parkraumadministratoren für eine ganzheitliche Übersicht von Auslastungen.

Messung von Luftqualität: Dieses, gerade in Deutschland auch aktuell durch Diesel-Fahrverbote geprägtes Thema, wird sowohl von verschiedenen Dienstleistern entlang der Smart-City-Wertschöpfungsstufe, als auch von einigen Städten aufgegriffen. Die recht unkompliziert zu erfassenden Sensordaten können eindrucksvoll visualisiert werden und bei genauerer Untersuchung Städten, Bürgern und Unternehmen Mehrwerte bieten. So zeigten einige Aussteller innovative Wege auf, um diese Sensordaten zu bekommen (z.B. Sensoren auf beweglichen Objekten: Taxis), andere hingegen fokussierten die Wege der Darstellung und der daraus folgende Nutzen (z.B. Verkehrsführung).

Smarte Lichter: dieser wohl bekannteste Anwendungsfall im Bereich Smart City fand auch auf dieser Messe seinen Platz. Unternehmen und Städte zeigten wie Sie Einsparpotenziale im zusammenhängenden Stromverbrauch erreichen und somit Anreize liefern die Stadt auf eine intelligente (oft LED-) Lichtsteuerung umzustellen.

Ausgewählte Highlights aus K.LAB-Sicht:

  • Pfandautomaten, die Rabattkonten aufladen.
  • Fahrradfahren durch virtuell luftverschmutzte Straßen.
  • Ein Museumsbesuch durch VR-Brille mit herausfordernden Aufgaben.
  • Elektroroller als Micro-E-Mobilität.
  • Humanoide Roboter im Kundenservice.
  • Vermischte Realität in der zwischenmenschlichen Kommunikation.

Fazit der Energiewerkbank:

Für interessierte Personen aus dem Infrastruktur- und Energiebereich ein lohnenswerter Besuch. Die Messe schafft einen schnellen Überblick über den Fortschritt aktueller Marktentwicklungen weltweit. Um wirklich innovative Ansätze zu finden, muss der einzelne Besucher sich erst durch eine Vielzahl von ähnlichen Ständen und Anwendungsfällen arbeiten. Fakt ist, das Gros der Geschäftsmodelle hat die Stadt als potenziellen Kunden – wir sind gespannt wann die Stadtverwaltungen einen Überschuss an Lösungen und Angeboten verspüren werden.

Haben Sie Lust sich mit uns zu unserem Messebesuch zu unterhalten? Kontaktieren Sie Selina Groß oder Adam Wolf!

Selina

Selina Groß: Die Innovationsmanagerin ist immer den neusten Technologietrends auf der Spur. Als Expertin für Geschäftsmodellentwicklung verliert Sie nie die Kundenperspektive aus den Augen.

Adam

Autor: Adam Wolf
Innovationsmanager bei der K.LAB
Energie-Ingenieur mit Querdenker-Mind-Set. Experte für Design Thinking, Customer Experience und Geschäftsmodellentwicklung.

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