Jubiläum: Prämierung zur Phase 3 des Businessplan Wettbewerb Nordbayern 2018

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Die K.LAB berichtet von Besuchen auf Start-Up Veranstaltungen:

Am 05. Juli 2018 wurde zum 20. Mal das Saison-Finale der Bayerischen Businessplan Wettbewerbe 2018 mit der Prämierung der Sieger-Start-Ups im Businessplan Wettbewerb Nordbayern veranstaltet. Die LfA Förderbank Bayern und BayStart-Up bilden die Grundlage eines Netzwerks und Start-Up-Ökosystems, das am Puls der Zeit bleibt und in Deutschland einzigartig ist. Die Businessplan Wettbewerb Bayern fördern Start-Ups mit einem breiten Angebot an kostenfreien Workshops, individuellen Finanzierungs-Coachings und dem Zusammenbringen von Kapitalgebern in einem der größten Investoren-Netzwerke Europas. Die Zahlen für Nordbayern belegen den Erfolg: 2.755 Start-Ups haben bisher am Wettbewerb teilgenommen. Zu den Erfolgsgeschichten gehören bekanntere Unternehmen wie sunhill technologies und Flixbus, aber auch so genannte „Hidden Champions“ wie va-Q-tec oder Axolabs.

Insgesamt wurden in diesem Jahr 118 Einreichungen von Start-Ups gezählt und in drei aufeinander folgenden Phasen wurden 18 Top-Teams prämiert. Die wichtigsten Kriterien dabei waren das Realisierungspotential der Ideen sowie die Planung von Kapitalbedarf und Umsätzen in den eingereichten Businessplänen.

Nbg

 

 

Vor der Preisverleihung wurden durch Herrn Franz Josef Pschierer, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Energie und Technologie, und Herrn Dr. Hans Schleicher, Stv. Vorsitzender des Vorstands LfA Förderbank Bayern, die Erfolge der vergangenen 20 Jahre aufgezeigt. Viele Start-Ups aus dem Wettbewerb sind inzwischen zu erfolgreichen Unternehmen gewachsen.

 

 

Die Gewinner in diesem Jahr sind auf Platz 1 das Start-Up „scoutbee“ aus Würzburg.

Herausforderung:
Viele Unternehmen haben einen großen Teil ihrer Lieferketten heutzutage bereits digitalisiert. Eine große Herausforderung für Einkäufer und Supply Chain Manager von Herstellern ist dabei, wirklich alle global aufgestellten Zulieferer im Blick zu haben. Deren erste Evaluation erfolgt meist durch die Einkaufsabteilungen und kann häufig nur oberflächlich stattfinden (Informationen liegen nur online und unzusammenhängend vor, Webseiten der Lieferanten sind in fremder Sprache, etc.). Das ist für die immer komplexeren Produkte und kürzeren Produktlebenszyklen auf Herstellerseite aber ungenügend.

Lösung:
scoutbee löst die Herausforderung über eine cloud-basierte B2B-Lieferanten-Einkäufer-Plattform. Sie unterstützt B2B-Experten beim Prozess von der Identifizierung potentieller Lieferanten weltweit, bis hin zur Abgabe der Angebote. Einkäufer profitieren dabei vor allem von der Datenbasis von scoutbee mit mehreren Milliarden Kunden und Lieferantenbeziehungen. Die von scoutbee entwickelte Software macht Lieferströme transparent: Lieferanten von Bosch, Tesla, Siemens oder Wal-Mart können so schnell analysiert und so die Top-OEM Lieferanten weltweit entdeckt werden. Aus diesen Daten kreiert scoutbee ein umfangreiches Lieferantenprofil für die Einkäufer.

Auf Platz 2: Jetstream aus Regensburg.

Herausforderung:
Täglich entstehen in Unternehmen enorme Mengen an Daten – aus Dokumenten, der Produktion, Kommunikation, Social Media und vielen anderen Quellen. Deren Verwaltung ist aufwendig und kostspielig, da die Daten häufig in einer Form vorliegen, auf die ältere Datenbankmodelle nicht mehr zugreifen können. Um die Datenstrukturen zu übersetzen, braucht es eine sehr komplexe Software.

Lösung:
Jetstream entwickelt die erste Speichertechnologie, die Daten genauso speichert wie eine Java-Plattform. Dadurch entfällt der komplette Umwandlungsaufwand – Nutzer gewinnen bis zu 60 Prozent Performance. Mit Jetstream können Daten im Hauptspeicher gespeichert werden, wodurch die Daten auch erstmals auf demselben Server liegen, wie die eigentliche Anwendung. Die Datenübertragung über eine Netzwerkleitung entfällt und Abfragen können in der Datenbank schneller durchgeführt werden.

Auf Platz 3: IT-Labs aus Nürnberg.

Herausforderung:
Die Versorgungskette von Patienten ist vom Krankenhaus bis zur Pflege zu Hause umfangreich und unübersichtlich. Patientenakten, Befunde und Versorgungsbedarf werden von Pflegekräften und Ärzten meist auf Papier festgehalten. Auch die Bestellung notwendiger Produkte wie Medikamente oder Hilfsmittel, die Einweisung des Patienten bzw. Pflegebedarfs, oder die Abrechnung von Rezepten laufen aktuell noch unkoordiniert und häufig analog.

Lösung:
IT-Labs digitalisiert den Pflege- und Versorgungsprozess von chronisch kranken Menschen. Mit der Software „Alberta“ von IT-Labs können zum Beispiel Pflegeorganisationen mit externen mobilen Mitarbeitern pflegerisch-medizinische Daten mit Bestellvorgängen für Medikamenten- oder Hilfsmittelbedarf verknüpfen. Alberta ist eine Plattform, die diese warenwirtschaftlichen Prozesse transparent macht und Pflegern Arbeit abnimmt und erleichtert. Da gerade Außendienst-Mitarbeiter im Pflegedienst nur selten eine gute Internetverbindung haben, kann die Software auch offline eingesetzt werden. Sobald wieder eine Online-Verbindung besteht, synchronisiert sie automatisch und verteilt die Informationen an alle berechtigten Benutzer automatisch. Stellt ein Pfleger bei einem Krankenbesuch fest, dass ein bestimmtes Medikament oder Hilfsmittel fehlt, kann die Pflegekraft dies über das System vermerken und direkt bestellen. Die Information dazu wird im Profil des Patienten hinterlegt.

Weitere Finalteilnehmer waren:

  • io
  • e-laborate Innovations
  • FinmiSys
  • VITAS

Einschätzung der Energiewerkbank:

Die Veranstaltung ermöglicht die Zusammenkunft von unterschiedlichsten Start-Ups mit ganz verschiedenen Nutzeranwendungen. Gerade aus dieser Zusammenstellung ergeben sich spannende Gespräche, die nicht immer dort aufhören, wie die Start-Ups Ihre Ideen sehen (wollen).

Ein Austausch der Spaß macht, manchmal etwas langatmig ist und eine aktive Vorbereitung mit den jeweiligen Ansprechpartnern bedarf.

 

SchernerAutor: Markus Stephan Scherner
Innovationsmanager bei der K.LAB
Diplomkommunikationswirt und Fachmann für digitale Geschäftsmodelle, Digitalisierung und Angst-/Gefahrenanalyse.

 

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