Förderprogramme für Energie-Start-Ups I: SET-Lab & agile:accelerator

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Es ist oft nicht leicht als Jungunternehmen in ein Accelerator-Programm aufgenommen zu werden, welches der finanziellen Förderung und dem wirtschaftlichen Erfolg dient oder andere Mehrwerte wie z.B. Coaching birgt. Wie beim Blog-Eintrag zur Beschreibung von Förderprogrammen angekündigt, stellen wir im Folgenden ausgewählte Programme ausführlicher vor.

SET-Lab, dena 

setlab

 

 

 

Das SET-Lab (Start-Up Energy Transition – Lab) ist ein Förderprogramm der deutschen Energie-Agentur (dena) und unterstützt Start-Ups mit innovativen Ideen aus den Bereichen Klimaschutz und Energie. Am SET-Lab können sich Start-Ups einmal im Jahr bewerben und nach einer Zusage an so genannten Roundtables teilnehmen. Dadurch können sie

  • ihre Anliegen vor energiepolitischen Experten darlegen,
  • eine Einschätzung zur Marktsituation einholen,
  • bei Bedarf Rücksprache über ihre Geschäftsmodelle halten.

Basierend auf den Ergebnissen dieser Roundtables gibt es im Verlauf des Jahres Innovations-workshops, an denen die größten Herausforderungen der Start-Ups aufgegriffen werden. Hier nehmen auch Ministeriumspartner, etablierte Energieunternehmen und weitere Fachexperten teil. Dadurch können sich die Start-Ups direkt mit politischen Vertretern der Bundesebene und Entscheidern der Energiewirtschaft austauschen. Nicht zuletzt haben junge Unternehmen hier die Möglichkeit, sich vor potentiellen Investoren zu profilieren.

Gegen Jahresende gibt es eine große, finale Diskussionsrunde („Tech-Festival“), die zur Kommunikation der erarbeiteten Ergebnisse dient. Interessiertes Fachpublikum und die Presse erhalten hier Einblicke in den aktuellsten Arbeitsstand, wobei Start-Ups durch den Öffentlichkeitsauftritt an Bekanntheit gewinnen.

Für das SET-Lab bewerben können sich Start-Ups ganz einfach über die Website der dena. Die Unternehmer stellen sich kurz vor und präsentieren die wichtigsten Informationen über ihre Geschäftsidee und ihr Entwicklungsstadium. Nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen kann vergeben werden.

:agile accelerator, E.ON

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E.ON beteiligt sich seit 2014 mit einem eigenen Accelerator an der Entwicklung und Förderung von innovativen Start-Ups rund um das Thema Energie. Das hauseigene Förderungsprogramm nennt sich :agile accelerator und beinhaltet einen festen Rahmen:

  1. Der Accelerator selbst erstreckt sich über 3 Monate, in denen 3-6 Start-Ups pro Quartal aufgenommen werden und mit einer maximalen Förderung von 22T € im Monat rechnen können. Während dieser Zeit gibt es individuelle Coachings, einen Business Development Plan, Marktstrategien und jede Menge Know-How von Experten.
  2. Viermal im Jahr haben dann die Unternehmensgründer die Möglichkeit, ihre Projekte dem Vorstand von E.ON zu präsentieren, der dann entscheidet, ob das Projekt übernommen wird oder die Zusammenarbeit an diesem Punkt endet.
  3. Gibt es eine positive Rückmeldung für das Start-Up, gelangt es in das Inkubatoren-Programm, welches mit einer Laufzeit von bis zu 1.5 Jahren weitere Unterstützung garantiert und dem Unternehmen nochmals einen entscheidenden Vorteil vor der Konkurrenz verschaffen kann.
  4. Wurden alle Hürden durch die Unternehmer gemeistert und zu guter Letzt auch das Inkubatoren-Programm erfolgreich durchlaufen, so geht es ans Rollout der nun marktreifen Geschäftsidee und das Unternehmen kann sich alleine am Markt behaupten.

Die untenstehende Grafik verdeutlicht den Prozess schematisch: von der Auswahl bis zum Rollout der Lösung.

agile_how.png

Autor: Benjamin Ungar

Bildquellen:

https://www.start-up-energy-transition.com/

https://eon-agile.com/about

 

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