Start-Up und Gründungsmilieu

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Was ist ein Start-Up?

Grundsätzlich bezeichnet man kürzlich gegründete Unternehmen als Start-Ups. Dabei gibt es allerdings keine etablierte Richtlinie, wie lange die Gründung zurückliegen soll. In der Regel wird allerdings von einem Zeitraum von bis zu 10 Jahren ausgegangen. Dieser Zeitraum korreliert zusätzlich grob mit der Existenz des Modewortes “Start-Up”.

Dieses Wort geht in der heutigen Zeit Hand in Hand mit einigen Stereotypen, wie z.B. einem kleinen dynamischen Team, das visionär agiert und mit neuen Ansätzen disruptive Innovationen kreiert. Diese definieren die Art und das Umfeld der Unternehmen. Kurz gesagt lässt sich ein Start-up als junges Unternehmen einordnen, das:

  • Mit geringem Kapital gegründet wurde,
  • Eine innovative Idee verfolgt,
  • Ein hohes Wachstumspotential besitzt und
  • Eine junge und moderne Unternehmenskultur mitbringt.

Da die Umsetzung von innovativen Ideen und der Einstieg in das operative Geschäft mit einem Produkt Kapital benötigt, können Start-Ups zur Realisierung der Unternehmensziele grundsätzlich zwei Wege verfolgen: Die Aufnahme von Fremdkapital (z.B. Venture-Captial-Fonds) oder das sog. Bootstrapping – der Finanzierung aus eigenen Kräften.

Um eine etwas spezifischere Unterteilung von Start-Ups vorzunehmen, kann man die Unternehmen in vier Entwicklungsphasen (Seed, Startup, Emerging growth und Expansion) unterteilen. Phasen

 Das Gründermilieu

Das spezifische Milieu, aus dem sich das Unternehmen speist, wird in der Fachliteratur auch als „Entrepreneurial Ecosystem“ (zu Deutsch: Gründermilieu) bezeichnet. Laut einer Studie des Global Entrepreneurship Monitors (GEM) setzt sich das Umfeld eines Unternehmens aus folgenden Bestandteilen zusammen:

Milleu

Fehlen einige dieser Faktoren, kann das einer erfolgreichen Gründung im Wege stehen. Allem voran fehlt es meistens am Startkapital, um eine Produktidee umzusetzen. Das wissen auch die kleinen und mittleren Unternehmen (kurz: KMUs), die sich dem Marktpotential der Gründerideen durchaus bewusst sind. Eine Kollaboration liegt also nahe. Einerseits, weil KMUs einem Start-Up das Feedback erfahrener Geschäftsleute und eine Absatzplattform für deren Produkt zur Seite stellen können. Andererseits, weil die bereits etablierten Unternehmen ihre bestehenden Produkte mit dem so gewonnenen Wissen weiterentwickeln können. Zusätzlich ergibt sich die Chance mit neuen Technologien in bisher unerschlossene Märkte einzusteigen und sich so einen profitablen USP zu sichern.

Start-Ups der Energiebranche auf der E-World

Bereits im Jahr 2017 eröffnete die E-World einen eigenen Themenbereich namens „Innovation“. Ansatz dieses Bereiches war das Ermöglichen des Netzwerkens zwischen jungen Unternehmen und Kontakten aus der Industrie und Wirtschaft. Auch dieses Jahr florierte dieser Bereich und erfreute sich einer Menge an Besuchern. Die Organisation eines solchen Themenbereiches basiert sowohl auf konventionellen Methoden wie z.B. einem Fachforum für Branchenexperten, als auch auf neuen Ansätzen wie einem Start-up-Speeddating, organisiert durch das Unternehmen Energieloft, ein Format, dass die Kontaktaufnahme zwischen verschiedensten Unternehmen ermöglicht. Insgesamt über 70 junge Unternehmen und Start-Ups präsentierten sich mit dem Oberbegriff „Junge innovative Unternehmen“ und „Start-Ups“. Auch die Tochtergesellschaft der K.GROUP, die K.LAB GmbH war vertreten.

 

Beni.jpgAutor: Benjamin Ungar
Der TU-Absolvent aus dem Bereich Nachwachsende Rohstoffe und Praktikant bei der K.Group recherchiert unter anderem nach aktuellen Themen für die Energiewerkbank, wie beispielsweise nach innovativen und nachhaltigen (Produkt-)Entwicklungen auf dem Energiemarkt.

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